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eSport Konferenz Uni Bayreuth

13. April 2017
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Esport wächst in Deutschland. Damit wächst auch das Interesse der Industrie, aber auch aus der Forschung, das Phänomen aus verschieden Blickwinkeln zu untersuchen. Die eSport Konferenz der Universität Bayreuth ist ein Versuch, die verschiedenen Blickwinkel unter einen Hut zu bekommen. Gesucht wird nach Unterstützern und Interessenten.

Die gamescom ist vorbei. Mit ihr auch eSport-Turniere, die im Laufe der Jahre soweit gewachsen sind, dass für eSport eine eigene Halle auf der gamescom reserviert wurde. Der Satz „Schalke ist abgestiegen“ lässt sich nicht mehr nur auf den Fußball beziehen, sondern auch auf League of Legends.

Schon seit einiger Zeit hat es sich die Geistes- und andere Wissenschaften zur Aufgabe gemacht, dem Phänomen gerecht zu werden und es zu untersuchen. Die eSport Konferenz in Bayreuth möchte genau das: Den eSport beleuchten – und das über die Streitfrage „ist eSport überhaupt Sport“ hinaus.

eSportKonferenz

eSport Konferenz in Bayreuth

Mit dem Titel „Professionalisierung einer Subkultur“ hat Initiatorin Stefanie Zink, Projektleiterin des eSport UBT und freie Mitarbeitern bei SPORT 1 eSport, gemeinsam mit drei Dozenten von der Universität Bayreuth und weiteren Helfern aus der Medienwissenschaft, die Veranstaltung ins Leben gerufen. Redner aus den verschiedensten Fachbereichen wurden eingeladen, am 16. und 17. September in Bayreuth über den eSport zu diskutieren.

Von Psychologie über Sport bis hin zu Medienwissenschaft sind viele Fachbereiche vertreten. Professionelle eSportler wurden dabei aber bewusst als Redner ausgeschlossen, um sich ganz auf die Forschung konzentrieren zu können. Nur ein Nicht-Wissenschaftler hat die Ehre, die Veranstaltung zu eröffnen: Robert „Fänkhi“ Fankhänel, Betreiber des eSport Club München und übrigens auch Gast in unserer dritten Podcast Staffel.

Begleitend zur Finanzierung der Veranstaltung ist es das Ziel der Organisatoren, die Ergebnisse der Konferenz zu veröffentlichen und an andere Universitäten und Bildungseinrichtungen zu verteilen. Wer das unterstützen möchte, kann es über die Startnext-Kampagne tun. Darüber hinaus steht die Veranstaltung allen Interessenten offen. Eine Facebook-Veranstaltung gibt es auch.

Interview mit Stefanie Zink

Timo: Ihr habt eine Crowdfunding-Kampagne für die eSport Konferenz gestartet, wieso?

Stefanie: Startnext ist für die Publikation hinterher gedacht, die sich in der Finanzierung in einem hohen dreistelligen Bereich bewegt. Das Ziel ist ein Sammelband, in dem die fertigen Vorträge nachzulesen sind und gebündelt die Ergebnisse präsentiert. Die Auflage sollte so hoch sein, dass mehrere ausgewählte Universitäten damit beliefert werden können. Wir möchten das dann hoffentlich gebündelte Wissen verbreiten und verfügbar machen.

Timo: Welche Kanäle nutzt ihr darüber hinaus für die Verbreitung bzw. zur Werbung?

Stefanie: Sehr geholfen haben uns die Kontakte zu anderen Universitäten, die wir über die Uni eSports Liga aufgebaut haben. Außerdem nutzen wir Kanäle wie die AG-Games, in der schon viele forschende und interessierte Personen aus der Branche und der Wissenschaft angemeldet sind.

Timo: Ihr plant mit zehn Vorträgen, auf welche Besucherzahl hofft ihr dabei?

Stefanie: Das ist schwer abzuschätzen. Es ist die erste eSport Konferenz, die in Bayreuth organisiert wird. Wir rechnen gerade grob mit 50 Teilnehmern, wobei Faktoren wie die Semesterferien und die Anreise leider vielen Studenten daran hindern wird, an der Konferenz teilzunehmen.

Timo: Wie viele Menschen arbeiten an der Organisation der Konferenz mit, was für Aufgaben fallen dabei an?

Stefanie: Gerade so kurz vor der Konferenz fallen viele kleinere Aufgaben an, die aber alle bewältigt werden müssen. Darüber hinaus überlegen wir noch, ob wir Spielstationen zur Verfügung stellen wollen und müssen uns natürlich um das Catering kümmern. Das wird nicht allzu groß ausfallen, aber die Kaffee-Zufuhr darf natürlich niemals abbrechen! Unser Team besteht dabei im Kern aus drei Dozenten und mir, da ich es als Abschlussprojekt einreichen werde. Der Rückhalt ist aber gerade aus der Uni eSport Gruppe da. Auch vor Ort haben wir also genug Leute, die immer einspringen und zur Hand gehen können.

Timo: Welchen Schwierigkeiten seid ihr in der Planung bereits begegnet, welche befinden sich noch vor euch?

Stefanie: Das größte Hindernis war für mich gleichzeitig ein positives Erlebnis, da mein Praktikum bei SPORT 1 mit der Planungsphase kollidierte. Das hat uns um einige Zeit zurückgeworfen. Die größte Aufgabe, die sich noch vor uns befindet, ist es Leute für die Konferenz als Besucher zu begeistern. Die angesprochenen Semesterferien sorgen dafür, dass viele Studenten nicht teilnehmen können, da sie sich einfach nicht in Bayreuth befinden. Ein anderer Termin war aber schwer, da die Raumverwaltung in der Universität berücksichtigt werden möchte und andere Veranstaltungen wie die gamescom ebenfalls mit reinspielen. Gerade durch unsere Kontakte zu befreundeten eSport Clubs sind wir aber guter Dinge, viele Menschen nach Bayreuth zu locken, die mal andere Blickwinkel auf den eSport mitbekommen möchten.


Vielen Dank an Stefanie Zink für das Interview.

Die eSport Konferenz könnt ihr über Startnext unterstützen.

Alle interessierten finden die AG-Games hier.

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